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Stilla aus der Serie Upright.
Diese Skulptur ist die bislang größte Arbeit der Serie Upright und markiert einen zentralen Entwicklungspunkt innerhalb des Werkzyklus. Die Figur steht aufrecht und reduziert – ein stilles, fast archetypisches Gegenüber.
Die bewusst rohe, strukturierte Oberfläche verleiht dem Körper eine fragile Materialität, die zwischen Verletzlichkeit und Präsenz oszilliert. Der Kopf ist durch eine zylindrische Form partiell verdeckt… – ein wiederkehrendes Motiv der Serie, das Themen wie Wahrnehmung, Identität und innere Abgeschlossenheit verhandelt.
Die Figur entzieht sich dem direkten Blickkontakt und wirkt zugleich konzentriert und in sich gekehrt. In ihrer Haltung liegt eine stille Spannung: zwischen Schutz und Isolation, zwischen kindlicher Anmutung und skulpturaler Strenge.
Als größte Arbeit der Serie erweitert sie den körperlichen Raum der Upright-Figuren und verstärkt ihre physische wie emotionale Präsenz.
Beate Bröckers Kunst greift gezielt Themen gesellschaftlicher und persönlicher Verletzlichkeit auf, gepaart mit einer leisen, aber eindrucksvollen Stärke. Bröckers Arbeiten, insbesondere ihre weiblichen Skulpturen aus Pappmaché, thematisieren das Spannungsverhältnis zwischen Fragilität, Widerstandskraft und leiser Präsenz. Mit subtiler Feinfühligkeit und einem Hauch Humor fordert sie Betrachter auf, sich mit den eigenen sowie kollektiven Verwundbarkeiten auseinanderzusetzen und daraus Kraft und Mut für verantwortungsvolles Handeln zu schöpfen. Sie nutzt eine abstrakt-minimalistische, experimentelle Arbeitsweise; ihre Werke entstehen oft aus recyceltem Verpackungsmüll – ein bewusstes politisches Statement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Ihre Kunststücke berühren durch ihre feinsinnige Präsenz und vermitteln eine stille, mutige Stärke, indem sie zur Reflexion über gesellschaftliche und persönliche Verletzlichkeit sowie positive Veränderung anregen.