Die Spuren der Aquarellmalerei reichen bis in die ägyptische und byzantinische Zeit zurück, wo sie zur Illustration von Manuskripten verwendet wurde. Die Aquarellmalerei kam in der Renaissance auf, als die Künstler eine freiere und schnellere Methode zur Aufzeichnung ihrer Beobachtungen benötigten; in dieser Zeit etablierte sich die Aquarellmalerei als Medium der bildenden Kunst und war nicht mehr nur eine praktische Methode zur Verzierung oder Illustration.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts machte die Aquarellkunst in England die Landschaftsmalerei und die topografische Aquarellmalerei populär, wo die Maler die Authentizität der Landschaft nachahmen konnten. Später griffen Künstler wie William Turner diese Methode auf und schufen große Meisterwerke der Aquarellmalerei, indem sie beneidenswerte Themen und Stimmungen in den Gemälden darstellten.
Im 19. Jahrhundert jedoch etablierte sich die Aquarellmalerei als eigenständige und geschätzte Art der grafischen Kunst mit ihren Ausstellungen und Gesellschaften. In der heutigen Zeit wird die Aquarellmalerei für ihre Werte wie Transluzenz und Flüssigkeit gepriesen, die den Künstlern die beste Plattform zum Spielen bieten.
Alles hat seine Vor- und Nachteile. Auch wenn Aquarell eine der am häufigsten verwendeten Techniken unter Künstlern ist, ist es am besten, ihre Stärken und Schwächen zu kennen, um sie zu beherrschen!
- Stärken:
- Transluzenz: Leichtigkeit und Leuchtkraft werden bei Aquarellfarben sehr geschätzt. Die Opazität des Pigments ermöglicht es dem reflektierten Licht, das Papier und das Pigment zu durchdringen und brillante, leuchtende Farben zu erzeugen.
- Mischbarkeit: Aquarellfarben eignen sich besonders gut für sanfte Übergänge oder Überblendungen, wie im obigen Kunstwerk zu sehen. Auf diese Weise lassen sich feine Farbtonveränderungen erzielen, die mit anderen Kunstmedien nur schwer zu erreichen sind.
- Tragbarkeit: Aquarellfarben sind leichter zu transportieren und erfordern weniger Vorbereitungs- und Reinigungsarbeiten als Öl- und Acrylfarben, die sich für Pleinair und auf Reisen eignen.
- Schwächen:
- Kontrolle: Der größte Schwachpunkt ist, dass die Aquarellfarbe flexibel ist, d. h. wenn der Künstler einen Fehler macht, ist es fast unmöglich, den Fehler zu beheben, ohne das Papier zu beschädigen.
- Vorhersehbarkeit: Aquarellfarben sind sehr launisch. Das Verhalten der Farben, z. B. wie sie sich auf dem Papier vermischen oder wie sie sich nach dem Trocknen entwickeln, entspricht nicht immer den Erwartungen.
- Dauerhaftigkeit: Aquarellfarben verblassen schneller als Öl- oder Acrylfarben und sind empfindlich gegenüber direkter Sonneneinstrahlung, die das Aquarell mit der Zeit verblassen lassen kann. Auch die Einrahmung hinter Glas mit UV-Schutz muss richtig sein, um das Kunstwerk zu schützen.
Dennoch wird es von vielen Künstlern wegen seiner Flexibilität und der Tatsache, dass es sehr zarte und eher impressionistische Bilder ermöglicht, häufig verwendet.
Viele Künstler sind durch ihre Fähigkeit, Aquarelle zu malen, berühmt geworden, wobei jeder von ihnen seine eigenen Merkmale besitzt.
J.M.W. Turner ist einer der bekanntesten Maler, der sich durch seine Fähigkeit auszeichnet, Licht und Farbe mit großer Intensität auszudrücken. Seine Techniken waren unkonventionell und halfen ihm zu zeigen, dass man mit Aquarellfarben mehr erreichen kann.
Ein weiterer prominenter Aquarellist ist
Winslow Homer, der vor allem mit der kraftvollen und realistischen Darstellung der amerikanischen Szene in Verbindung gebracht wird. Einige seiner Werke zeigen das Leben am Meer und die robusten Geister der Menschen, die die Härte der Natur verkörpern. Er war bekannt für seinen exquisiten Umgang mit dem Licht und seine feinen Pinselstriche, mit denen er selbst die feinsten Details der Figuren und der Umgebung darstellte.
Auch
Georgia O’Keeffe malte in ihren Anfangsjahren Aquarelle und schuf eine Reihe abstrakter Gemälde, die eine wichtige Phase in ihrem künstlerischen Werdegang darstellten.
Zu den Künstlern, die die Entwicklung der Aquarellmalerei beeinflusst haben, gehören u. a. die folgenden, wenn auch mit eigenen Stimmen und Visionen.