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Als das Gebäude um die Jahrhundertwende zunächst als Kaufhaus Wertheim-Nebenstandort bzw. Warenhausprojekt entstand, war ein solches Tor ein Statussymbol urbaner Kultur. Es markierte die Schwelle zwischen öffentlichem Raum und einer architektonisch inszenierten Warenwelt. Schmiedeeisen galt damals als Ausdruck industrieller Macht und kunsthandwerklicher Exzellenz zugleich. Es transportierte das Selbstverständnis eines Ortes, der Teil der aufstrebenden… Konsumkultur des frühen 20. Jahrhunderts war: offen, luxuriös, repräsentativ.
Doch das Tor ist mehr als ein Relikt aus der Kaufhausära. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es Zeuge eines tiefgreifenden städtischen und gesellschaftlichen Wandels:
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Kriegszerstörung und Nachkriegsruinen
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Wendejahre und anarchische Kunstphase
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Verfall und Erneuerung
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Gegenwart und Neubebauung
So erscheint das schmiedeeiserne Tacheles-Tor als ein Symbol permanenter Umdeutung.
David Söllner, ausgebildeter Grundschullehrer, drückt sich durch Malerei und Fotografie aus. Durch die Auseinandersetzung mit Farben, Materialien und Motiven erzeugt er eine Symbiose zwischen Alltagserlebnissen und der Suche nach dem Außergewöhnlichen. Seine Werke sind ein Kaleidoskop aus positiven Farbkompositionen, dunkleren Stimmungen oder einer dynamischen Vermischung beider Elemente, die seine mentale Reise und die Überschreitung eigener Grenzen widerspiegeln. Dabei entsteht eine authentische Gefühlswelt, die die Verschmelzung von Vorstellungskraft und Realität eindringlich einfängt.