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Als Auftakt der Reihe fängt Persona I/1.2026 den rohen Moment des Erwachens ein – die beunruhigende Erkenntnis einer Kluft. Es erforscht das Paradoxon großen Potenzials, das auf ein plötzliches Gefühl der Hilflosigkeit trifft. In dieser Phase öffnet die Persona zum ersten Mal die Augen für die Außenwelt und entdeckt die immer größer werdende Kluft zwischen dem authentischen Kern-Selbst und der projizierten Rolle. Es ist der stille, statische Moment,… in dem die Kontrolle schwindet und die Reise der Identität erst richtig beginnt…
Deniz Ozyol ist eine türkische Mixed-Media-Künstlerin, die an der Schnittstelle von Reliefskulptur, Malerei und Materialexperimenten arbeitet. In ihrer selbstständigen Arbeitsweise hat sie eine einzigartige Technik entwickelt, die sie auszeichnet: dreidimensionale Gesichtsabdrücke, die sie direkt von ihrem eigenen Gesicht nimmt, in Epoxidharz einbettet und in mit Acrylfarbe bemalte Platten einbettet. Das Ergebnis ist ein Werkkomplex, der gleichzeitig Malerei und Skulptur ist – roh, taktil und zutiefst persönlich. Ihre fortlaufende Serie „Persona“ ist nach dem lateinischen Wort für die Masken des antiken Theaters benannt. Jedes Werk erforscht die Spannung zwischen unserer inneren Welt und dem Gesicht, das wir anderen zeigen – dem konstruierten Selbst versus dem gefühlten Selbst. Die Gesichter, die auf ihren Leinwänden erscheinen, sind weder vollständig enthüllt noch vollständig verborgen. Sie tauchen auf. Sie leisten Widerstand. Sie verfolgen.