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Dieses Werk basiert auf dem Bild eines Fensters: einer klaren, zentralen Öffnung, die als einziger Verbindungspunkt zwischen Innen und Außen steht.
Die Beton- und Lackoberfläche verwandelt das Fenster in ein architektonisches und mentales Element, anstatt in ein funktionales: Es lädt nicht zum Hinausgehen ein, sondern zum Beobachten.
Durch das Fenster erblickt man eine schlichte Landschaft, reduziert auf eine Hügelkette und ein paar Bäume, wie… ein fernes Bild, gefiltert von Zeit und Erinnerung. Das gelbe Licht, das die Öffnung erfüllt, ist nicht beschreibend, sondern symbolisch: Es suggeriert Wärme, Vorfreude, Möglichkeiten.
Der Innenraum ist dunkler und kompakter, still und abgeschlossen, während kleine Elemente im Vordergrund eine fragile und menschliche Dimension einbringen, fast Spuren von Anwesenheit oder verlassenem Alltagsleben.
Das Fenster wird somit zu einer Grenze und einer Schwelle, einem Ort der Trennung, aber auch der Sehnsucht, wo die Landschaft nicht mehr durchquert, sondern vielmehr betrachtet werden soll.
Gastone Cecconello (Vercelli, 1942) ist ein italienischer Künstler mit über fünfzig Jahren Schaffenserfahrung. Seine künstlerische Forschung entwickelt sich durch Malerei, Skulptur und Mixed Media und schafft eine kohärente und wiedererkennbare Bildsprache, die auf Symbolik, Materialität und der Figur des Hominiden als Metapher für die menschliche Existenz basiert. Sein Werk erforscht das Verhältnis zwischen Archaischem und Zeitgenössischem, zwischen Erinnerung, Mythos und Alltagswirklichkeit und wahrt dabei eine beständige Spannung zwischen formaler Strenge und Ausdruckskraft. 2013 erschien die von Lorella Giudici herausgegebene Monografie „Alle origini del mito“, die das gesamte Schaffen des Künstlers kritisch nachzeichnet.