• Deutschland •
Tusche, Buntstift auf Leinwand , Andere Unterlage unter Glas
24 x 20 in
Verkauft
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Technik :
Tusche, Buntstift auf Leinwand , Andere Unterlage unter Glas
Verarbeitung :
Gerahmt
Größe :
23,6 x 19,7 in
Über das Werk
Ehemals bewohnte Areale, real oder fiktiv, zeigt Lost Places. Ursprünglich Mittelpunkt eines langen Aufenthaltes oder kurzer Rast. Bewohnt von Mensch oder Tier. Das menschliche Eingreifen hat diesen Ort verändert. Aber nach und nach holt ihn sich die Natur zurück.
In vielen Zeichnungen integriere ich in das Bildmotiv auch altes, teilweise farbiges, verblichenes Papier oder Zeitungspapier. Durch mehrmaliges Abschleifen zeige ich dem Betrachter… eine Vergangenheit auf, die ähnlich den Zeichnungen auf Wänden alter Gebäude oder Höhlen sind. Auf diesem 'verwitterten Untergrund' trage ich mit Tusche und Art-Pen ebenfalls Zeichnungen aus den Beobachtungen der Natur, Mensch- und Tierwelt auf. Diese werden entweder minimal oder teilweise wieder abgeschliffen, und nur ein 'Gerüst' oder einige Konturen bleiben erhalten. Auf dieser Grundlage wird das Motiv nach und nach bis zum fertigen Bild vervollständigt.
« Das Zulassen neuer visueller und emotionaler Reize in die künstlerische Arbeit eröffnet mir sicherlich neue "Horizonte". »
Du kennst das Gefühl, allein unterwegs zu sein, in Gedanken versunken. Plötzlich scheinen dir seltsame Kreaturen zu folgen, Fabelwesen dich zu beobachten. Doch beim Umdrehen sind es nur welke Blätter an knorrigen Ästen. Regen legt im Laub die zarten Glieder einer Hand frei; ineinander verschlungene Körper scheinen im Gras zu liegen, Arme und Beine verknotet. Regentropfen füllen ein rostiges Gefäß. Ein Vogel trinkt daraus, ein Käfer sonnt sich in einer umgestürzten Kaffeemaschine. Ein verlassener Schuppen knarrt im Wind, ein Tier blickt aus einer Baumgabel. Dann erscheinen zwei weibliche Körper im Licht, glänzend vom Regen. Ein Lachen hallt durch die Wipfel, Pflanzen breiten sich aus – alles ist in Bewegung. Hier beginnt meine Arbeit: Wahrnehmungen verdichten sich zu einer Formensprache zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Formen tauchen auf und lösen sich wieder, Vertrautes wird fremd. Damit verbinde ich die Hoffnung, den Blick für das unmittelbar Vorhandene zu schärfen.