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Alle Künstler:innen auf Singulart wurden sorgfältig ausgewählt und gewährleisten, dass sie nur Werke verkaufen, deren Urheber:innen sie sind. Unabhängig vom Medium wird jedes Werk mit einem Echtheitszertifikat an den Käufer versandt. Fotografien werden nummeriert und signiert.
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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
19,7 x 19,7 in
Über das Werk
Dieses Stück besteht aus teilweise ungewebtem Sackleinen, das auf den Leinenträger geklebt und anschließend gefärbt wird. Die Endfarbe ist Ölfarbe. Das Auftragen erfolgt insbesondere durch Aufsprühen mit einer Zahnbürste auf die Rückseite und durch Einreiben mit einer Flachbürste auf die erhabenen Teile.
Die Serie, zu der es gehört, ist der Bewegung gewidmet: der Leichtigkeit des Windes, des Tanzes, des Fliegens durch die Luft oder der Strömung,… die das Wasser mit sich trägt. Für mich war das eine kleine Herausforderung, da sich das von mir verwendete Textilmaterial oft als rebellisch und hinterhältig erweist. Die Herausforderung bestand darin, ihm Flexibilität zu verleihen und ihn aus der Steifheit zu befreien, der er nach dem Aufkleben auf der Unterlage leicht nachgibt. Aus dieser Herausforderung sind folgende Kreationen entstanden, darunter auch dieses Stück, bei dem die Fadenbüschel scheinbar zögern, einen Platz zum Niederlassen zu finden, daher der Titel ... der auch an ein berühmtes Werk des Philosophen Bruno Latour erinnert.
Die Materialien, die ich verwende – meist recycelte Textilien – tragen bereits Spannungen, eine gewisse Müdigkeit, eine Erinnerung in sich. Sie lassen sich nicht formen: Sie leisten Widerstand, entziehen sich mir, verfolgen ihren eigenen Weg. Man muss mit ihnen verhandeln. Sobald sie auf dem Untergrund befestigt sind, geht etwas verloren. Eingesperrt, bewegt sich das Material nicht mehr. Es flacht ab, seiner einstigen Dynamik beraubt. Seine Präsenz bleibt bestehen, aber wie in der Schwebe.
Hier kommt die Farbe ins Spiel. Sie wirkt wie ein Entwickler. Durch die Farbe lösen sich die Fasern optisch vom Hintergrund, gewinnen an Tiefe, scheinen sich zu erheben und zu bewegen. Was erstarrt wirkte, gewinnt seine Intensität zurück und beginnt sich im Raum zu entfalten. Es geht nicht darum, etwas abzubilden, sondern darum, das Vorhandene zu verwandeln. Farbe erzeugt keine Form. Sie lenkt den Blick, enthüllt eine Tiefe, eine Energie, eine bereits latente Bewegung. Durch sie erwacht das scheinbar Träge zu neuem Leben.