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Mein Morio als Creator Mundi (Schöpfer der Welt) ist eine sarkastisch-allegorische Figur, inspiriert von der Tradition des Mittelalters und der Renaissance, in der Torheit als Spiegel menschlicher Arroganz verstanden wurde.
Die Zeichnung gehört zu einer Serie, in der ich Elemente der mittelalterlich-alchemistischen Kultur aufgreife und frei auf unsere heutige Welt übertrage. Die Embleme dieser Zeiten sind eine unerschöpfliche kulturelle Inspirationsquelle:… Sie liefern einen intellektuellen Anreiz, der beinahe surrealistische Darstellungen ermöglicht und oft spannende narrative Verbindungen entstehen lässt.
Ich bin ein Fantast par excellence (um Dalí zu paraphrasieren). Konkrete Daten aus meinem Leben: Ich wurde in Cluj-Napoca geboren, habe acht Jahre lang bildende Kunst studiert und war anschließend mit meinem Wandertheater Fabularia aktiv, bis 1989, als ich – wegen meiner politischen Oppositionsaktivitäten – das Land gemeinsam mit meiner Familie verlassen musste. Wir ließen uns in Österreich nieder, in den letzten zehn Jahren habe ich mich mit meiner Frau in Ungarn niedergelassen. Ich setzte meine Theaterarbeit bis 2010 fort, mit vielen Aufführungen in Österreich und Italien. In der Zwischenzeit habe ich viel geschrieben – Tagebücher, Manuskripte und Bücher. Seit 2010 habe endlich meiner seit dem Gymnasium gepflegten Berufung widmen: der Malerei. Ich hatte Ausstellungen in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Polen, Russland – und letztes Jahr meine erste Einzelausstellung in Cluj-Napoca, meiner Heimatstadt, welche ich seit 35 Jahren verlassen habe.