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„The Desert Lady“ entstand aus einem Ausstellungsplakat von Niki de Saint Phalle, das 2021 in Paris abgezogen wurde. Ich habe es auf eine Spinnvlies-Tischdecke montiert und dann in mehreren Schichten weitergearbeitet: Gips, mit Leinöl verdünnte Tinte, Tränen, Hashtags in Acryl … Ziel war nicht die Verschönerung, sondern die Verwischung, die Ablenkung. Hier hinterfrage ich die Sättigung des Blicks, der auf die weibliche Figur gerichtet ist, die immer… inszeniert und immer gerahmt ist.
Der Titel bleibt, doch seine Bedeutung kehrt sich um: Die Frau der Wüste ist fragmentiert, gesättigt, bedeckt. Akzeptieren wir diese Verzögerung, diese Verlangsamung des Lesens, beginnt das Bild anders zu sprechen. Es ist ein Stück Kampf, eine bildliche Palisade gegen die vorherrschende Bildsprache.
Ich habe LARTBATARD ins Leben gerufen, eine Form des Artcyclings, die aus der urbanen Collage entstanden ist, um zeitgenössischen Kunstliebhabern Bilder zu bieten, die sich dem einfachen „Scrollen“ widersetzen und sie dazu einladen, anders hinzusehen. Unter Verwendung zerrissener Plakate, Druckfarben und gestischer Malerei entwickle ich sechs Familien von MadeReady (PhotosReadyMade, MadeReady_Paper, MadeReady_#Paper, MadeReady_Ink#artRevues, MadeReady_PaperInk und MadeReady_DrawInk), die die Zeichen unserer Zeit wiedergeben und ihre Spannungen offenbaren. Meine Serie hinterfragt Identität, den Körper, Migration und die Erinnerung an Kämpfe in einer Welt, die von Bildern durchdrungen ist, in der jedes Gesicht austauschbar zu sein scheint. Meine Werke wurden in Galerien, Künstlerresidenzen und online gezeigt, in Frankreich und international; jedes einzelne Stück fungiert für mich als Archäologie der Gegenwart, als ein Fragment der Menschheit, das es zu sammeln gilt, bevor es verschwindet.