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In „Hinterland: Road to Oblivion“ lasse ich einen Feldweg in eine Leere laufen. Der Himmel ist ausgebrannt, eine weiße Fläche ohne Trost; links und rechts monotone Wiesen, zwei Platten, eine Linie – mehr nicht. Die grobe Körnung fräst Details weg, macht den Boden rau, als liefe man über Sandpapier. Mit dieser Reduktion will ich keine Idylle zeigen, sondern die Ödnis, die mich damals begleitete: Müdigkeit, ein dünner Atem, das Gefühl, dass der Weg… zwar führt, aber zu nichts. Die perspektivische Verengung saugt den Blick nach vorn, zugleich löscht die Kuppe am Horizont jede Verheißung. „Oblivion“ meint Vergessen, Versinken; der Hinterlandweg nimmt mich dorthin. Und doch dokumentiere ich nicht – ich bekenne: Dies ist auch ein innerer Landstrich, ein Echo aus Entleerung und sturem Weitergehen.
Marcel van Beek arbeitet mit Fotografie, Malerei und Grafik und bringt einen künstlerischen Hintergrund aus seinem Studium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit. Seine Technik vereint piktorialistische Einflüsse und romantisch-symbolistische Bildsprache. Seine Fotografien verkörpern zeitgenössische Fine Art Photography und Konzeptfotografie mit häufig monochrom-rekolorierten Werken in Tertiärfarben.
Er erschafft eine poetische, an Formen und Strukturen interessierte Bildsprache und verbindet dies mit einem modernen, konzeptuellen Ansatz, der gesellschaftliche Relevanz beansprucht. In seinen Arbeiten spürt er inneren und äußeren Landschaften nach und vermittelt Gefühle von Sehnsucht und Bedrohung sowie eine Faszination für das Verborgene. Er hat verschiedene Kunst-Publikationen vorgelegt (zuletzt "World of Water", 2025), die international in Akademie- und Museumsbiblioteheken vertreten sind (u. a. Wien, Basel, Düsseldorf und Berlin).
Mehr: www.marcelvanbeek.de