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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Kunstwerk gerahmt.
Größe :
39,4x39,4in
Über das Werk
„Les Fleurs du Mal III“ ist mein symbolistisches Pendant zu den „Stillen Orten“. Die Sonnenblumen—Ikonen des Lichts—stehen hier wie späte Gestirne; ihre Köpfe tragen Kränze aus Samen, als wären es dunkle Heiligenscheine. Aus ihnen steigen grüne Schleier auf, Atem der Blume und Andeutung von Gift zugleich. Ich denke an Baudelaire: Schönheit und Verfall teilen sich denselben Stiel. Der Hintergrund öffnet einen Nachthimmel, doch kein Wind bewegt die… Szene. In dieser Ruhe liegt das Unheimliche; die Pflanzen scheinen zu warten, als wüssten sie mehr als wir. Ich arbeite mit Verdichtung und Kontrast, lasse die Farben glimmen, bis die Formen zwischen Anziehung und Abwehr zu schwingen beginnen. So entsteht ein stiller Ort der „Blumen des Bösen“: nicht laut, nicht moralisch, sondern ein Schwebezustand, in dem Anmut und Schatten einander beleuchten. Wer hinsieht, spürt vielleicht, wie die Schleier die Luft verändern—ein leiser Rausch, eine höfliche Warnung.
Marcel van Beek arbeitet mit Fotografie, Malerei und Grafik und bringt einen künstlerischen Hintergrund aus seinem Studium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit. Seine Technik vereint piktorialistische Einflüsse und romantisch-symbolistische Bildsprache. Seine Fotografien verkörpern zeitgenössische Fine Art Photography und Konzeptfotografie mit häufig monochrom-rekolorierten Werken in Tertiärfarben.
Er erschafft eine poetische, an Formen und Strukturen interessierte Bildsprache und verbindet dies mit einem modernen, konzeptuellen Ansatz, der gesellschaftliche Relevanz beansprucht. In seinen Arbeiten spürt er inneren und äußeren Landschaften nach und vermittelt Gefühle von Sehnsucht und Bedrohung sowie eine Faszination für das Verborgene. Er hat verschiedene Kunst-Publikationen vorgelegt (zuletzt "World of Water", 2025), die international in Akademie- und Museumsbiblioteheken vertreten sind (u. a. Wien, Basel, Düsseldorf und Berlin).