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In „Melancholie“ aus der Serie „Winterscapes“ halte ich einen Übergang fest, der leise und unaufhaltsam ist. Der Winter schiebt sich in einer klaren Diagonalen ins Bild: eine helle Eis- und Schneefläche, die das dunklere Wasser zurückdrängt. Zwischen beiden Zonen liegt ein feiner Reif, ein gesprenkeltes Feld aus Eiskristallen und fallenden Flocken – wie ein flüchtiger Saum, der die Jahreszeiten verbindet.
Unter der Oberfläche zeichnen sich rötliche… Blätter ab, als letzte Spuren des Herbstes. Sie wirken wie warme Inseln im Kühlen, eingeschlossen und doch sichtbar, Erinnerung in Farbe. Mich berührt dieses Nebeneinander: das Erstarren und das Vergehen, das Helle, das vorrückt, und das Dunkle, das noch atmet. „Melancholie“ ist für mich kein dramatischer Abschied, sondern eine stille Schichtung von Zeit – ein Bild darüber, wie der Winter kommt, während der Herbst noch nachklingt.
Marcel van Beek arbeitet mit Fotografie, Malerei und Grafik und bringt einen künstlerischen Hintergrund aus seinem Studium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit. Seine Technik vereint piktorialistische Einflüsse und romantisch-symbolistische Bildsprache. Seine Fotografien verkörpern zeitgenössische Fine Art Photography und Konzeptfotografie mit häufig monochrom-rekolorierten Werken in Tertiärfarben.
Er erschafft eine poetische, an Formen und Strukturen interessierte Bildsprache und verbindet dies mit einem modernen, konzeptuellen Ansatz, der gesellschaftliche Relevanz beansprucht. In seinen Arbeiten spürt er inneren und äußeren Landschaften nach und vermittelt Gefühle von Sehnsucht und Bedrohung sowie eine Faszination für das Verborgene. Er hat verschiedene Kunst-Publikationen vorgelegt (zuletzt "World of Water", 2025), die international in Akademie- und Museumsbiblioteheken vertreten sind (u. a. Wien, Basel, Düsseldorf und Berlin).