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„Tor zur Energie“ gehört zur Serie „Cityscapes in minor key“. In Wien stehe ich vor einem Nebeneingang des Müllkraftwerks Spittelau. Die Wellblech-Fassade wirkt hart und anonym, von vertikalem Gestänge wie ein Gitter überlagert. Zwischen den Stäben öffnet sich der Blick in das Innere: Treppenläufe, Geländer, Leitungen – ein verschachtelter Raum, in dem Energie aus Abfall gewonnen wird, aber kein Mensch zu sehen ist. Die gedämpfte Tönung nimmt der… Szene jede Glorie auch der Hundertwasser-Dekorationen an Dach und Fassade des Gebäudes. Ich betone stattdessen das Nüchterne, Funktionale. Mich interessiert hier der Moment am Rand der Infrastruktur: ein Tor, das mehr verbirgt als zeigt, und ein zentraler Ort der Stadt, der zugleich fremd und unzugänglich bleibt.
Marcel van Beek arbeitet mit Fotografie, Malerei und Grafik und bringt einen künstlerischen Hintergrund aus seinem Studium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit. Seine Technik vereint piktorialistische Einflüsse und romantisch-symbolistische Bildsprache. Seine Fotografien verkörpern zeitgenössische Fine Art Photography und Konzeptfotografie mit häufig monochrom-rekolorierten Werken in Tertiärfarben.
Er erschafft eine poetische, an Formen und Strukturen interessierte Bildsprache und verbindet dies mit einem modernen, konzeptuellen Ansatz, der gesellschaftliche Relevanz beansprucht. In seinen Arbeiten spürt er inneren und äußeren Landschaften nach und vermittelt Gefühle von Sehnsucht und Bedrohung sowie eine Faszination für das Verborgene. Er hat verschiedene Kunst-Publikationen vorgelegt (zuletzt "World of Water", 2025), die international in Akademie- und Museumsbiblioteheken vertreten sind (u. a. Wien, Basel, Düsseldorf und Berlin).