"Bedenken" – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Der Bär ist ein altes und komplexes Symbol, das Künstler durch seine Doppelnatur als Geschöpf von enormer Stärke und unerwarteter Zärtlichkeit inspiriert. Er wird typischerweise mit Mut, Schutz, Weisheit und Selbstbeobachtung in Verbindung gebracht, wobei sein Winterschlaf den ursprünglichen Drang nach Rückzug und Wiedergeburt symbolisiert. Psychologisch repräsentiert der Bär oft den wilden, ungezähmten Aspekt des Unterbewusstseins. In der gesamten Kunstgeschichte wurde der Bär sowohl realistisch als auch mythisch dargestellt. Im frühen 20. Jahrhundert erhob der Bildhauer François Pompon mit seiner glatten, vereinfachten Bronzearbeit Ours blanc (Der Eisbär, ca. 1922) die Tierform auf eine höhere Ebene und konzentrierte sich dabei ausschließlich auf Form und Bewegung. Nach 1950 haben sich Künstler konzeptionell mit dem Bärenmotiv auseinandergesetzt. Jeff Koons wird bekanntermaßen mit diesem Thema in Verbindung gebracht; seine gewaltige, reflektierende Skulptur Bear and Play-Doh (1994–2014) verbindet kindliche Unschuld mit monumentaler Pop-Art. Die weltberühmte Fotografin Annie Leibovitz hat im Rahmen ihrer Umwelt- und Porträtarbeiten Bären fotografiert und ihre majestätische, verletzliche Präsenz in der Wildnis eingefangen. Diese Sammlung erforscht die anhaltende Kraft und psychologische Tiefe des Bärenmotivs in verschiedenen Medien.

16 Kunstwerke

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