Brutalismus – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Inspiriert von der rauen Ehrlichkeit des Béton brut – französisch für „roher Beton“ – erkundet diese Sammlung das bleibende Erbe des Brutalismus. Dieser Mitte des 20. Jahrhunderts aufkommende Architekturstil, dessen Pionierarbeit Architekten wie Le Corbusier leistete, zelebrierte schmucklose, massive Formen und sichtbare Konstruktionen. Er stellt eine mutige Absage an ornamenthafte Ästhetik dar und priorisiert stattdessen Authentizität, Stärke und Funktionalität. Künstler fühlen sich von der schlichten, monolithischen Präsenz des Brutalismus angezogen, die ein Gefühl imposanter Beständigkeit oder im Gegenteil dystopischer Kälte hervorrufen kann. Die geometrischen Linien, die rauen Texturen und der monumentale Maßstab des Stils bieten einen fruchtbaren Boden für künstlerische Auseinandersetzungen. In der zeitgenössischen Kunst haben Künstler wie Rachel Whiteread Skulpturen und Installationen geschaffen, die sich mit der Materialität und dem psychologischen Gewicht von Beton auseinandersetzen. Ihre Arbeiten, wie beispielsweise House (1993), der lebensgroße Abguss eines Reihenhauses, verwandeln Wohnräume in erstarrte, geisterhafte Präsenzen und thematisieren Erinnerung und Abwesenheit. Diese Auswahl würdigt die rohe, kraftvolle und oft missverstandene Schönheit des Brutalismus und seinen Einfluss über die Architektur hinaus.

14 Kunstwerke

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