Das Schloss – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Die Burg ist ein starkes künstlerisches Motiv, das von Natur aus Macht, Autorität und die Sehnsucht nach Sicherheit oder Zuflucht symbolisiert. Als prächtige Anlage repräsentiert sie das Unerreichbare, einen psychologischen Raum entweder spiritueller Errungenschaft oder Gefangenschaft. Ihre häufige Darstellung als Ruine evoziert zudem Nostalgie, den Lauf der Zeit und das romantische Ideal verfallener Pracht. Historisch gesehen waren Burgen von zentraler Bedeutung für die Romantik und die Landschaftsmalerei. Nach 1950 wird das Thema oft für architektonische Kommentare oder dramatische Kompositionen verwendet. Der Maler Gerhard Richter, obwohl für seine abstrakte Malerei bekannt, hat Werke geschaffen, die auf Fotografien von Burgen basieren, wie etwa sein verschwommenes, stimmungsvolles Gemälde Burg (1998), das die Festung als eindringliche, undeutliche Erinnerung an die Geschichte behandelt. Die Bildhauerin Louise Nevelson verwendete die Idee einer ummauerten, unterteilten Struktur in ihren großen, monochromen Assemblagen aus Fundstücken, die innere „Burgen“ der Erinnerung hervorrufen. Diese Sammlung untersucht die anhaltende Symbolik des Schlosses sowohl als physische Struktur als auch als psychologische Festung.

16 Kunstwerke

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