Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – „Der Weizen: Feld, Ernte und Überfluss“ ist ein kraftvolles und beständiges Thema in der Kunst und symbolisiert Erneuerung, Leben, Tod und Auferstehung. Psychologisch verbindet es sich mit den Archetypen der Erdmutter und der Fülle des Landes und ruft Gefühle von Sicherheit, Nahrung und dem Vergehen der Zeit hervor. Der Akt der Ernte spricht von Natur aus das Konzept von Belohnung und Arbeit an.
Seit 1950 hat sich das Thema von der traditionellen Landschaft zu einem modernen Sujet gewandelt. Obwohl es oft mit Vincent van Goghs Werken aus der Zeit vor 1950 wie Weizenfeld mit Zypressen (1889) in Verbindung gebracht wird, ist die zeitgenössische Auseinandersetzung deutlich erkennbar. Andy Warhols Mao-Serie (1973) verwendet auf subtile Weise stilisierte Agrarmotive und spiegelt so einen politischen Kommentar wider. Andrew Wyeths hyperrealistische Temperabilder wie Christina’s World (1948) zeigen Felder, die psychologische Isolation und Verbundenheit mit dem Land vermitteln. Das Thema wird häufig von weltberühmten Fotografen aufgegriffen, wie beispielsweise Sally Mann, die in ihrem Werk Deep South, Untitled (Georgia) (1998) stimmungsvolle ländliche Landschaften zeigt, darunter Felder, die die Geschichte und das Wesen des amerikanischen Südens widerspiegeln. Zeitgenössische Künstler nutzen Weizenfelder heute, um Umweltbelange, Globalisierung und ländliche Identität zu thematisieren.
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