Die Karte – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema der Karte ist eine reiche Quelle künstlerischer Inspiration, da es das grundlegende menschliche Bedürfnis darstellt, Territorium, Geschichte und Macht zu ordnen, zu visualisieren und zu verstehen. Karten sind von Natur aus symbolisch und verkörpern Konzepte von Wissen, Kontrolle, Grenzen, Identität und Distanz zwischen Orten. Psychologisch gesehen sprechen sie unser Verlangen nach Klarheit an und fungieren als visuelle Metapher für persönliche Wege, Erinnerungen und die Rahmenbedingungen, die wir zur Navigation durchs Leben verwenden. Die Verwendung von Karten intensivierte sich in der zeitgenössischen Kunst ab Mitte des 20. Jahrhunderts, als Künstler starre Grenzen in Frage stellten. Jasper Johns erhob die Karte mit seinem Ölgemälde Map (1961) vom funktionalen Objekt zum künstlerischen Thema und verwandelte ein vertrautes Bild in eine Meditation über Repräsentation. In der Konzeptkunst schuf Alighiero Boetti seine Mappa-Serie gestickter Weltkarten (1971–1994), um über globale Politik und gemeinschaftliches Schaffen nachzudenken. Der weltberühmte Fotograf Ansel Adams hielt die weite, kartierte Landschaft des amerikanischen Westens mit wissenschaftlicher Präzision und emotionaler Tiefe in seinen ikonischen Schwarz-Weiß-Fotografien fest, beispielsweise in „Die Tetons und der Snake River“ (1942). Diese Sammlung untersucht, wie heutige Künstler die Karte nutzen, um persönliche und globale Geschichten zu erzählen.

19 Kunstwerke

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