Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema des Marktes – sei es Essen, Fisch oder Straße – ist ein stets gehaltvolles Thema für die Kunst und symbolisiert die lebendige Verbindung von Gemeinschaft, Handel und menschlichem Austausch. Es wird mit Überfluss, flüchtigen Momenten und der unmittelbaren Realität des Alltags assoziiert. Psychologisch repräsentiert der Markt das organisierte Chaos der Gesellschaft und die Energie kollektiver Erfahrung.
In der Kunstgeschichte waren Marktszenen in der Genremalerei beliebt, aber nach 1950 nutzten Künstler das Motiv, um die moderne Wirtschaft zu kritisieren und einzufangen. Zuvor hatte der Maler Maurice Utrillo (1883–1955) in Werken wie Le marché à Montmartre (1924) Szenen des Pariser Lebens festgehalten, darunter die Atmosphäre des örtlichen Straßenhandels, und damit eine traditionellere, figurative Verbindung hergestellt. Später nutzte der Fotograf Philip-Lorca diCorcia den Straßenmarkt als Kulisse für seine stark inszenierten, filmischen Fotografien, die die Entfremdung im öffentlichen Raum thematisieren, insbesondere in seiner Serie Odessa von 1996. Die weltberühmte Fotografin Graciela Iturbide fing die soziale und kulturelle Bedeutung des Marktes meisterhaft ein, mit ikonischen Serien wie ihren Fotografien der Zapotekenfrauen von Juchitán, etwa Nuestra Señora de las Iguanas (Unsere Liebe Frau der Leguane) (1979). Diese Sammlung hebt zeitgenössische Interpretationen des Marktes hervor.
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