Einfarbig – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Monochrom ist ein kraftvolles Thema, das die Malerei auf ihre reinsten Elemente reduziert: Farbe, Textur und Licht. Diese radikale Einfachheit inspiriert Künstler, indem sie den Betrachter ganz auf die materielle Präsenz des Werks lenkt und zur Meditation über Reinheit, Stille und das Erhabene einlädt. Psychologisch gesehen ruft ein einzelnes Farbfeld eine tiefe emotionale Reaktion hervor und geht über das Narrative hinaus zu einer direkten, gefühlsbetonten Erfahrung. Symbolisch steht es oft für die Leere, die Unendlichkeit oder eine Tabula rasa (unbeschriebenes Blatt). In der Kunst des 20. Jahrhunderts wurde die Monochromie zu einem Eckpfeiler und stellte die Definition der Malerei nach 1950 in Frage. Barnett Newmans Serie „Wer hat Angst vor Rot, Gelb und Blau“ (begonnen 1966) verwendete ausgedehnte Farbfelder für eine monumentale Wirkung. Am bekanntesten ist Yves Klein (aus den 1950er Jahren), der sein charakteristisches Pigment, International Klein Blue (IKB), entwickelte und Werke wie Monochrome Sans Titre (IKB 3) (1960) schuf, um die Immaterialität zu erkunden. Gleichzeitig forderten Ad Reinhardts „Schwarze Gemälde“ (1960–1966) die stille Betrachtung reiner, nahezu unsichtbarer Formen. Die Tradition wird von Künstlern wie Robert Ryman fortgesetzt, der in seinen Weiß-auf-Weiß-Gemälden Licht und Oberfläche untersucht. Die Erkundung erstreckt sich auch auf die Fotografie, wo der weltberühmte Künstler Hiroshi Sugimoto die monochrome Skala meisterhaft beherrscht.

23 Kunstwerke

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