Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema „Der Teppich“ – darunter türkische, afghanische und persische Varianten – ist ein vielschichtiges künstlerisches Thema, das Komfort, Status, Handel, kulturelles Gedächtnis und die Schnittstelle von Nutzen und Schönheit symbolisiert. Psychologisch definiert es einen intimen Raum und wird oft mit Exotik oder Mythologie assoziiert, wie zum Beispiel dem fliegenden Teppich.
In der Kunstgeschichte wurden Teppiche in Gemälden lange Zeit als Symbol für Reichtum oder Handel dargestellt, doch nach 1950 wurden sie selbst zum Medium. Der italienische Konzeptkünstler Alighiero Boetti arbeitete bekanntermaßen mit afghanischen Kunsthandwerkern an seinen gestickten Landkarten und Wortquadraten wie Mappa (begonnen 1971) und machte den Teppich zu einer Leinwand für geopolitische und linguistische Erkundungen. Der postminimalistische Künstler Robert Morris verwendete Filzreste und Industrieteppiche in seinen Installationen, um Vorstellungen von Kostbarkeit in Frage zu stellen. Die Künstlerin Mona Hatoum (geb. 1952), deren Werk sowohl Skulpturen als auch Installationen umfasst, nutzte das Medium, um eine beunruhigende Wirkung zu erzielen, in Werken wie Doormat II (1998), das aus Edelstahlstiften gefertigt ist. Diese Verwandlung eines vertrauten, weichen Objekts in etwas Hartes und Feindseliges kritisiert Häuslichkeit und kulturelle Barrieren. Diese Kollektion feiert den Teppich als ein Objekt, das gleichzeitig funktional, dekorativ und eine reiche Inspirationsquelle ist.
19 Kunstwerke
Hat Ihnen diese Sammlung gefallen?
Erhalten Sie eine Email bei der Veröffentlichung einer neuen Sammlung!
Mehr Kunstwerke kaufen
Lassen Sie sich von unseren beliebtesten Stilen inspirieren