Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema des Spiegels ist ein kraftvolles, beständiges Motiv in der Kunst und symbolisiert Selbstreflexion, Eitelkeit, Wahrheit versus Illusion, Identität und die spirituelle Seele. Psychologisch gesehen ist der Spiegel das ultimative Werkzeug zur Selbstbeobachtung und stellt die Grenze zwischen dem inneren Selbst und der Außenwelt dar.
Künstler verwenden seit Jahrhunderten Spiegel, insbesondere in Werken wie Velázquez’ Las Meninas. Nach 1950 wurde der Spiegel zu einem aktiven materiellen und konzeptuellen Thema. Der minimalistische Künstler Robert Morris verwendete verspiegelte Würfel und forderte das Raum- und Präsenzgefühl des Betrachters heraus, indem er sie zu einem Teil des Kunstwerks machte, wie etwa in seiner Serie Mirror Cubes (1965). Der italienische Arte-Povera-Künstler Michelangelo Pistoletto schuf ab 1962 seine berühmten Quadri-Spiegelbilder, bei denen er fotografische Bilder auf hochglanzpoliertem Edelstahl platzierte, um Kunst mit Realität und dem bewegenden Moment zu verschmelzen. Die weltberühmte Fotografin Cindy Sherman hat in ihren inszenierten Porträts ausgiebig Spiegel und Reflexionen verwendet, um die weibliche Identität und die Konstruktion des Selbst zu erforschen, insbesondere in ihrer Serie Untitled Film Stills (1977–1980). Diese Sammlung untersucht die doppelte Fähigkeit des Spiegels, zu enthüllen und zu täuschen, wobei er sowohl als psychologisches Portal als auch als dynamisches Objekt fungiert.
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