Ich bin, was ich bin – kuratiert von Natalie Slater

Eine Kuration von Natalie Slater, Art Agent bei Snap Collective – „I Am What I Am“ ist eine kuratierte Auswahl von Malern und Mixed-Media-Künstlern, die das menschliche Gesicht als Ort der Verzerrung, Intensität und expressiven Brüche erforschen. Diese Werke stellen keine Porträts im traditionellen Sinne dar, sondern fragmentieren und rekonfigurieren das Antlitz zu etwas Intimem und Beunruhigendem zugleich. Manche Gesichter sind nahezu abstrakt, auf Zeichen und Gesten reduziert, nur die schwächsten Spuren von Augen oder Mündern sind noch zu erkennen. Andere wiederum strahlen eine auffallende Unmittelbarkeit aus – sie blicken direkt nach außen – doch ihre Züge verziehen sich unter der Last der Asymmetrie und Manipulation. Die Palette reicht von leuchtenden, gesättigten Farben bis hin zu gedämpften Grau- und Schwarztönen, doch selbst in ihrer Lebendigkeit sind die Ausdrücke nicht angenehm und strahlen oft Unbehagen oder Unruhe aus. Zusammen bewegen sich diese Werke im Raum zwischen Wiedererkennung und Entfremdung, Schönheit und Verzerrung. Sie erinnern an die verstörenden Verzerrungen Francis Bacons und die bruchstückhaften Experimente Picassos, sprechen aber dennoch eine ausgesprochen zeitgenössische Sprache. Jedes Gesicht wird weniger zu einem Abbild als vielmehr zu einer Frage: Was bleibt von der Identität, wenn die Züge auseinandergerissen werden?

26 Kunstwerke

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