Jay Chung: Zustände des Werdens – kuratiert von Natalie Slater

Eine Kuration von Natalie Slater, Curator bei Singulart – Eine Solo-Kuratorin von Werken von Jay Chung. Jay Chungs Gemälde beginnen mit erkennbaren Räumen, verharren aber selten darin. Interieurs, Landschaften und architektonische Umgebungen werden zur Bühne für fließende Formen, die sich vor den Augen des Betrachters zu sammeln, aufzulösen und zu verwandeln scheinen. In den Werken erscheint der Körper weniger als festes Subjekt denn als wandelbare Präsenz. Figuren lösen sich in Gesten, Farbe und angehäuften Spuren auf und bewegen sich im Zwischenraum von materieller Realität und psychologischer Erfahrung. Chungs Stärke liegt in seiner Fähigkeit, gegensätzliche Zustände gleichzeitig darzustellen: Struktur und Instabilität, Nähe und Distanz, Wiedererkennung und Ungewissheit. Die Gemälde entziehen sich einer eindeutigen Definition und laden den Betrachter in einen Raum ein, in dem die Wahrnehmung im Fluss bleibt und die Bedeutung fortwährend neu verhandelt wird. Diese Auswahl vereint Werke aus dem gesamten Schaffen des Künstlers und unterstreicht sein anhaltendes Interesse an Transformation – wo Formen entstehen, sich auflösen und neu konfigurieren und so die Identität nicht als etwas Feststehendes, sondern als etwas offenbaren, das sich ständig im Werden befindet.

18 Kunstwerke

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