Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Die „Madonna mit Kind“ ist wohl das beständigste Motiv der Kunstgeschichte. Sie symbolisiert die heilige Verbindung der Mutterschaft und die Berührung des Göttlichen mit dem Menschlichen. Jenseits religiöser Hingabe birgt das Thema tiefe psychologische Assoziationen von bedingungsloser Liebe, Schutz und der Verletzlichkeit des Lebens. Seit 1950 haben Künstler diese Ikone immer wieder neu interpretiert, um zeitgenössische soziale und existenzielle Realitäten widerzuspiegeln. Henry Moores „Madonna mit Kind“ (1943–44) für die St. Matthew’s Church setzte Mitte des 20. Jahrhunderts Maßstäbe für moderne, haptische Formen, während Salvador Dalís „Madonna von Port Lligat“ (1950) mithilfe surrealistischer Fragmentierung die Mystik des Atomzeitalters erforschte. Jüngst stellte Chris Ofili mit „Die Heilige Jungfrau Maria“ (1996) die traditionelle Ikonografie in Frage. Die weltberühmte Fotografin Catherine Opie erkundete in ihrem Werk „Selbstporträt/Stillen“ (2004) queere Häuslichkeit aus der Perspektive dieser Tradition und stellte den Blick der Mutter in einen neuen Kontext. Diese Auswahl untersucht, wie die heilige Umarmung ein zentrales Archetyp für den modernen Ausdruck bleibt.
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