Schwellenräume – kuratiert von Raffaella Nobili

Eine Kuration von Raffaella Nobili, Owner and curator bei Paraventi Giapponesi – Meine Idee basiert auf dem Konzept der physischen Durchquerung eines Raumes. An einem bestimmten Punkt hat man das Gefühl, eine Schwelle überschritten und einen anderen Wahrnehmungsraum betreten zu haben. Das Überschreiten des Limes, der Grenze, führt uns in ein anderes Gebiet, wo Gewissheiten untergraben werden und wir ein neues Feld der Eroberung betreten, wo das Selbst durch einen Kurzschluss der Wahrnehmung eine Neudefinition erfährt. Die ausgewählten Werke veranschaulichen das Wesen der Liminalität: Einige stellen den physischen Raum dar, in dem Veränderungen stattfinden, andere die Unbestimmtheit des Denkens, aus der ein neues Bewusstsein entsteht. Der Schwellenraum betrifft nicht nur den physischen Raum, sondern auch die Aussetzung oder die sich verändernde Wahrnehmung von Zeit. Diese ist nicht mehr bloß physisch und messbar, sondern eine innere, gedehnte und ausgesetzte Zeit, in der Veränderungen lautlos stattfinden. Manche visuellen Werke scheinen ein musikalisches Zwischenspiel zu evozieren: eine dünne Grenze, die wir betreten, um das transformative Ergebnis der unternommenen Reise zu erfahren, ohne es vorhersehen zu können. Sowohl der akustische als auch der visuelle Raum erscheinen manchmal als fremde Länder, die es zu durchqueren gilt, gleichzeitig Nicht-Orte und Schwellen.

18 Kunstwerke

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