Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Seerosenmotiv, auch Nymphaea genannt, ist eine tiefgründige künstlerische Inspirationsquelle. Es symbolisiert Reinheit, Wiedergeburt und spirituelle Transzendenz, wenn die Blume makellos aus trübem Wasser auftaucht. Es vermittelt psychologische Assoziationen von Ruhe und Widerstandsfähigkeit. Während Claude Monets Nymphéas (Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts) das historische Paradigma darstellen, wurde das Motiv nach 1950 neu erfunden. Der Maßstab und die nahezu abstrakte Anmutung von Monets Spätwerken beeinflussten den Abstrakten Expressionismus stark. Zu den namhaften Künstlerinnen zählt Joan Mitchell, deren abstrakte, gestische Seerosen (ca. 1970er-/80er-Jahre) die Energie des Teichs einfingen. Alex Katz schuf mit seiner Serie „Water Lilies – Homage to Monet“ (2009–2010) eine von der Pop-Art inspirierte „Cool Painting“-Hommage, indem er das Motiv in seine charakteristische flache, großformatige Farbfeldästhetik übertrug, wie sie beispielsweise in der monumentalen „Homage to Monet 5“ zum Ausdruck kommt. Auch Roy Lichtenstein interpretierte das Thema in seinem Werk „Water Lily Pond with Reflections“ (1992) grafisch und poppig. Ein weltberühmter Fotograf, der Wasseroberflächen und -reflexionen mit minimalistischer, meditativer Intensität erkundete, ist Hiroshi Sugimoto, bekannt für seine Serie „Seascapes“.
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