Vanitas - Memento mori – kuratiert von Flavio Scaloni

Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das beständige Thema Vanitas oder Eitelkeit ist für zeitgenössische Künstler eine starke Inspirationsquelle, da es die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und die Gewissheit des Todes reflektiert. Das Genre wird traditionell mit starker Symbolik in Verbindung gebracht: Totenköpfe, Sanduhren, erloschene Kerzen und verrottendes Obst symbolisieren das Memento Mori – eine Erinnerung daran, dass das Leben kurz ist. Psychologisch betrachtet thematisiert es die allgemeine Angst vor Vergänglichkeit und die Sinnlosigkeit weltlicher Bestrebungen. In der Kunstgeschichte reicht seine Entwicklung weit über die niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts hinaus. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts griffen Künstler das Thema mithilfe moderner Medien erneut auf. Ein bemerkenswertes Kunstwerk ist Andy Warhols Serie „Skulls“ von 1976 (Druckgrafik/Malerei), die das traditionelle Symbol mit der Faszination der Pop-Art für Glamour und Wiederholung untergräbt. Ein weiterer berühmter zeitgenössischer Künstler ist Damien Hirst, dessen diamantenbesetzte Skulptur „For the Love of God“ (2007) eine spektakuläre Meditation über Reichtum, Verfall und Sterblichkeit ist. Auch die gefeierte amerikanische Fotografin Cindy Sherman beschäftigt sich mit Themen wie Altern, Aussehen und der Vergänglichkeit der Identität, die eng mit dem Konzept von Vanitas und Eitelkeit verknüpft sind. Diese Auswahl zeigt, wie aufstrebende Künstler diese alten Symbole mit frischer, moderner Dringlichkeit interpretieren.

16 Kunstwerke

Hat Ihnen diese Sammlung gefallen?
Erhalten Sie eine Email bei der Veröffentlichung einer neuen Sammlung!
Zurück zum Anfang