Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Thema der Vertikalität – ausgedrückt durch Linien, Streifen und schwebende Formen – ist ein grundlegendes künstlerisches Anliegen und symbolisiert Streben, spirituellen Aufstieg und den menschlichen Drang nach Monumentalität. Psychologisch gesehen vermitteln vertikale Linien Stabilität, Autorität und ständige Aufwärtsbewegung. Diese elementare Qualität macht sie zu einer kraftvollen Inspirationsquelle und stellt den Kontrast zwischen der stabilen Erde und dem unendlichen Himmel her.
In der Kunst des 20. Jahrhunderts wurde Vertikalität zum Synonym für die Moderne. Nach 1950 wurde sie vor allem in Werken des Minimalisten und des abstrakten Expressionismus thematisiert. Barnett Newman beispielsweise verwendete in Gemälden wie Vir Heroicus Sublimis (1950–51) seine charakteristischen vertikalen „Reißverschlüsse“, um Raum zu definieren und Erhabenes hervorzurufen. Ebenso betonen die strengen, hoch aufragenden Formen in den Stahlskulpturen von Richard Serra Masse und vertikale Dominanz. Ein weltberühmter Fotograf, der die architektonische Vertikalität neu definierte, ist Andreas Feininger. Seine dramatischen, kontrastreichen Nahaufnahmen von Wolkenkratzern in Manhattan, wie das berühmte „Foto-Wandbild der New Yorker Skyline“ (ca. 1950er Jahre), verwenden extreme vertikale Perspektiven, um die überwältigende Größe und Rhythmik der städtischen Umgebung zu vermitteln. Diese Sammlung untersucht, wie zeitgenössische Künstler die vertikale Dimension nutzen, um Energie, Struktur und Transzendenz einzufangen.
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