Hierbei handelt es sich um eine Gruppierung von 50 vergangenen Kultur- und Politikfiguren, die aus verschiedenen Gründen mehr oder weniger tot sind (ihre Gesichter wurden zum Schutz ihrer Identität durch leuchtende Punkte verdeckt) und oft mit ihren ideologischen Gegenspielern gepaart sind, die auf Fotopapier in 25 einzelnen Bildern gedruckt sind. Sie sind Pot, Bush, Nietzsche, Hitler, Bonaparte, Pinochet, Mickey, Chiang, Oppenheimer, Arabel, Dracula,… Johannes Paul II., Johnny Rotten, Lenin, Wilde, Einstein, Rumsfeld, Lennon, Thatcher, Freud, Tex Murdock, Kissinger, Warhol, Sharon, Lawless, Arafat, Stalin, Adams, Truman, Bin Laden, Petrelis, Marx, Marcos, Mao, Nixon, Divine, Rockwell, Spears, Manson, Falwell, Reagan, Manson, Barbie, Picasso, Hirst, die Borg, Sitting Bull, Riel und Carlos der Schakal – alles unter der schwer fassbaren Unterüberschrift „Könnt ihr diese verdammten Terroristen entdecken?“ Angesichts der aktuellen Rhetorik hat dieses ältere Werk eine gewisse Weitsicht, nicht wahr?
Bruce Eves wurde 2018 mit dem Governor General’s Award für herausragende Leistungen in den visuellen und Medienkünsten ausgezeichnet und war Gegenstand von Peter Dudars Dokumentarfilm „Bruce Eves in Polari“, der im The Power Plant Premiere feierte. Eves belegte Platz 26 auf der Alt-Power100-Liste von ArtLyst (UK). In den späten 1970er-Jahren war er stellvertretender Programmdirektor am Centre for Experimental Art and Communication (CEAC) und in den 1980er-Jahren Mitbegründer und Chefarchivar des International Gay History Archive (heute in der Abteilung für seltene Bücher und Manuskripte der New York Public Library). Eves ist weiterhin als Ausstellungs- und Kurator aktiv und hat in den letzten Jahren sein Schaffen um Spoken-Word-Projekte erweitert, die er monatlich im Rahmen der „Dirty Queer Poetry Nights“ in der Black Eagle Bar präsentiert. Eves lebt und arbeitet in Toronto und sucht eine Agentur. Sein Lebenslauf kann unter www.bruceeves.net eingesehen werden.