Gela Mikava

Georgien

Referenzen

  • Arbeitet auf Kommission
Gela Mikava (geb. 1995, Zugdidi, Georgien) lebt und arbeitet in Tiflis. Er ist bildender Künstler und beschäftigt sich mit ererbten Traumata, materiellen Erinnerungen und den nachhaltigen Auswirkungen der sowjetischen Ideologie. Mikava malt auf Biazi – einem Baumwollstoff aus der Sowjetzeit, der einst zur Deckenbespannung verwendet wurde. Jedes Werk trägt Spuren einer verschwundenen Welt.

Er nennt seine Arbeiten „Postsozialistische Ausstrahlung“ – ein Begriff, den er prägte, um die unsichtbaren, aber anhaltenden psychologischen und ästhetischen Auswirkungen des sowjetischen Erbes bis heute zu beschreiben. Seine Gemälde zeigen verblasste Geometrien, geisterhafte Figuren und kalte Stadtszenen, in denen die Gesichter verschwimmen und den Identitätsverlust im kollektiven Gedächtnis widerspiegeln.

Mikava, der seit seiner Kindheit in der Malerei ausgebildet wurde, begann Biazi zu verwenden, bevor dessen politische Bedeutung klar war. Heute konfrontiert seine Kunst ideologische Überreste und enthüllt, was unter dem Verfall der Zeit verbleibt. Sie widersetzt sich der Nostalgie und hält ungelöste Spannungen fest.
Maler, Konzeptkünstler