Die Gegenwart verkörpert einen Zustand stillen Ankommens. Das Keramikkleid steht klar und deutlich da, weder angespannt noch zurückgezogen. Seine Form ist direkt, im Jetzt verankert. Die Abwesenheit des Körpers suggeriert keinen Mangel, sondern Vollendung. Das Kleidungsstück verkörpert Präsenz als Zustand und bietet einen stillen, abgeschlossenen Moment innerhalb der Serie.
Mit einem Hintergrund im Grafikdesign und einer Leidenschaft für Ton fertigt Guy Hivroni in Jerusalem Keramikarbeiten, die seine Hingabe zur Schöpfung widerspiegeln. Seine Skulpturen, die durch Drehen auf der Töpferscheibe und sorgfältige Handarbeit entstehen, verkörpern eine einzigartige Dynamik und bringen Leben und Geschichte in die Form von Kleidungsstücken. Die Emotion seiner Werke entsteht aus der Erkenntnis der paradoxen Präsenz in der Abwesenheit; sie suggerieren eine intime menschliche Geschichte, die durch die greifbare Darstellung von Kleidung zur Reflexion und persönlichen Interpretation einlädt.