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Die Landschaft dehnt sich aus, Farbflecken durchziehen das Papier in einem Kampf, in dem Himmel, Meer und Land verschmelzen. Die Spannung inmitten des Chaos verwandelt das Weiß in Ausbrüche des Friedens, einen Ort, nach dem sich alle sehnen. Der Kampf ist unaufhörlich, und die Qual wird durch intensive Farben und die Tinte gelindert, die über ein Aquarell fließt, das sich jeder Zähmung widersetzt. Es ist die Stimme des Exils, der Schatten der Verlassenheit,… der durch die Pinselstriche sickert.
Ian Mont (Puerto Padre, 1972) malt die Erinnerung, die durch das Exil fragmentiert wurde.
In den 1990er Jahren stellte er in Kuba aus, bis ihn ein Stipendium 2006 nach Spanien brachte. Er kehrte nie zurück. Zwischen 2006 und 2018 überlebte er mit der Arbeit im Technologiebereich. Das Gemälde wurde zusammen mit den Werken, die er nicht von der Insel schaffen konnte, vergraben.
Seit 2018 arbeitet er wieder mit Öl, Sackleinen und anderen Materialien, doch seine Arbeitsweise hat sich verändert. Er kombiniert traditionelle Malerei mit künstlicher Intelligenz, die er auf historische Archive anwendet. Er arbeitet mit Fotografien von Ellis Island und Kolonialdokumenten, um das Verschwiegene zu rekonstruieren. Die Serien „Iconoclasms“ und „Animals in Conflict“ zerlegen heilige und nationale Symbole, um ihre verborgene Gewalt freizulegen.
Von Barcelona aus entwickelt er eine visuelle Archäologie der atlantischen Migration. Er sucht nicht nach Schönheit, er sucht nach Zeugnissen. Die Wunde heilt nicht, sie atmet.