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Verarbeitung :
Werk auf Keilrahmen. Rahmung auf Anfrage.
Größe :
36,2 x 24,8 in
Über das Werk
Dieser Hund jagt keine Beute, sondern den Verstand, der uns entgeht.
In „Höllenhund“ arbeite ich mit Acryl auf Rohleinen; technische Rebellion dient der psychologischen Wahrheit. Die Farbe wird aufgetragen, als würde jemand Oberflächen zerkratzen, um zu entkommen. Jede Geste spiegelt die Gewalt wider, die nötig ist, um die feine Fassade der Korrektheit zu durchbrechen. Das Rohleinen absorbiert den Aufprall wie die Haut ein Trauma.
Ich habe dieses… Bild in den dunkelsten Monaten in Barcelona gemalt, als die Isolation die Wohnungen in Käfige verwandelte. Der Hund tauchte in schlaflosen Nächten auf, in dem Gefühl, dass drinnen etwas Wildes wuchs, während wir draußen alle Normalität vortäuschten. Es ist dieselbe unterdrückte Raserei, die ich in Kuba erlebte, wo privater Wahnsinn die einzig vernünftige Antwort auf den öffentlichen Wahnsinn des Systems war.
Das Biest ist keine äußere Bedrohung, es ist der Teil von uns, der sich weigert, weiterhin so zu tun, als ob.
Ian Mont (Puerto Padre, 1972) malt die Erinnerung, die durch das Exil fragmentiert wurde.
In den 1990er Jahren stellte er in Kuba aus, bis ihn ein Stipendium 2006 nach Spanien brachte. Er kehrte nie zurück. Zwischen 2006 und 2018 überlebte er mit der Arbeit im Technologiebereich. Das Gemälde wurde zusammen mit den Werken, die er nicht von der Insel schaffen konnte, vergraben.
Seit 2018 arbeitet er wieder mit Öl, Sackleinen und anderen Materialien, doch seine Arbeitsweise hat sich verändert. Er kombiniert traditionelle Malerei mit künstlicher Intelligenz, die er auf historische Archive anwendet. Er arbeitet mit Fotografien von Ellis Island und Kolonialdokumenten, um das Verschwiegene zu rekonstruieren. Die Serien „Iconoclasms“ und „Animals in Conflict“ zerlegen heilige und nationale Symbole, um ihre verborgene Gewalt freizulegen.
Von Barcelona aus entwickelt er eine visuelle Archäologie der atlantischen Migration. Er sucht nicht nach Schönheit, er sucht nach Zeugnissen. Die Wunde heilt nicht, sie atmet.