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Ein Spiegelwürfel trägt eine einzelne Rabenfeder – den leichtesten möglichen Bewohner –, während metallische Buchstaben die uralte Grabinschrift buchstabieren. Der Spiegel gibt die Welt sich selbst zurück: Himmel, Passanten, Erde, alles gehörte kurzzeitig zum Würfel. Der Satz dreht sich um Levis: nicht nur „leicht im Gewicht“, sondern „sanft, weich“. Hier ist die Erde keine Last; sie ist eine Liebkosung. Die Feder kippt den Satz von der Schwerkraft… zur Anmut, vom Grab zur Schwelle. In unserer Betrachtung wird der Wunsch erwidert: Möge die Welt leicht auf dir ruhen, und mögest du die Kunst der Leichtigkeit erlernen – das sanfte Aufheben, das es ermöglicht, Erinnerungen zu tragen, ohne das zu erdrücken, was erinnert.
Jorge Canete, ausgebildeter Innenarchitekt, verbindet Architektur mit bildender und konzeptueller Kunst und komponiert mit Materialien wie Moos, Flechten, Federn, Stein und Glas. Er verwendet minimalistische, ortsspezifische Techniken, die Leere, Licht und einfache partizipative Handlungen nutzen, um den Betrachter in transformative Umgebungen einzuladen. Seine poetischen Installationen vermitteln Sakralität und laden zur Selbstbeobachtung ein. Sie bieten Räume, in denen Besucher loslassen, reflektieren und das Schicksal als offenen, sich entwickelnden Weg erleben können.