Diese Kreation in einer Inneneinrichtung entdecken
Details zum Werk
- Technik : Acryl, Bleistift auf Leinwand
- Verarbeitung : Werk auf Holz. Kann direkt aufgehängt werden. Rahmung auf Anfrage.
- Größe : 39,4x31,5in
Über das Werk
In „Alle Cookies akzeptieren“ interpretiert der Berliner Künstler Boll eine digitale Formalität als Trojanisches Pferd – ein metaphorisches Tor, in dem die Illusion der Wahl die Architektur der Kontrolle verbirgt. Wozu stimmen wir wirklich zu, wenn wir auf „Ja“ klicken? Was bedeutet es, unsere Daten preiszugeben, bevor wir unsere Gedanken preisgeben? Der Plastikstuhl, generisch und wartend, fragt: Wer sitzt – und wer schaut zu? Gekritzelte Absurditäten…
wie „Was soll ein Hamster sagen?!“ spiegeln die Absurdität moderner Handlungsfähigkeit wider. Bewegen wir uns frei in einer Schleife oder treffen wir einfach nur eine Wahl? Der Satz „Alle Cookies akzeptieren“ ist keine Aufforderung mehr – er ist eine Prophezeiung. Gibt es in einer Welt, in der sogar Träume verfolgt werden können, noch Raum, der unbeobachtet bleibt? Boll lädt uns ein, nicht zu antworten, sondern bessere Fragen zu stellen.
Das ist Zustimmung ohne Klarheit. Humor mit Biss. Ein Gemälde, das Ihnen den Rücken zukehrt.
Und vielleicht am beunruhigendsten –
Sie haben dem bereits zugestimmt.
Das ist Zustimmung ohne Klarheit. Humor mit Biss. Ein Gemälde, das Ihnen den Rücken zukehrt.
Und vielleicht am beunruhigendsten –
Sie haben dem bereits zugestimmt.
Kathi Boll
Deutschland
Referenzen
- Arbeitet auf Kommission
Kathi Boll ist eine in Berlin lebende Malerin, deren Werk die subtilen Mechanismen von Wahrnehmung und Präsenz entschlüsselt. In kräftigen, gestischen Schichten malt sie, als spüre sie dem nach, was die Erinnerung vergisst – wo Echos nachklingen und sich Form auflöst. Ihre Leinwände widersetzen sich der Erzählung; stattdessen fungieren sie als Schwellen, an denen Gefühle der Bedeutung vorausgehen und die Oberfläche zu einem Ort stiller Brüche wird. Jedes Werk lädt den Betrachter ein, nicht zu interpretieren, sondern zu bewohnen – was darunter zittert, was keinen Namen hat, was darauf besteht, gefühlt zu werden. In Bolls Welt wird das Selbst nicht abgebildet – es wird freigelegt.