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Dieses MadeReady_Paper habe ich aus einem Plakat der Zeitung Lui erstellt, das ich aus dem 3. Arrondissement in Paris mitgenommen habe. Dieses in meinem Atelier in Tel Aviv fertiggestellte Werk gehört zu meiner Serie „Women’s Bodies, Men’s Gazes“.
Ich wollte keine Hommage an Naomi Campbell erweisen, sondern die Frage aufwerfen, was es bedeutet, eine schwarze Brust im öffentlichen Raum zu zeigen. Durch das Tapezieren fragmentiere ich, ich bedecke,… ich lösche teilweise. Das Gesicht verschwindet, die Brüste sind außermittig, gestört durch farbige Bänder. Der Körper wird zum Ort des Konflikts zwischen begehrendem Blick und moralischer Wertung.
Diese Collage verkörpert eine der Grundlagen meines LARTBATARD-Ansatzes: ablenken, stören, Widerstand leisten. Hier verwandle ich ein erotisiertes Bild in eine kritische Oberfläche. Auf diese Weise wird die Sichtbarkeit des weiblichen Körpers und die Art und Weise, wie dieser zugeschrieben, eingerahmt und reduziert wird, in Frage gestellt.
Ich habe LARTBATARD ins Leben gerufen, eine Form des Artcyclings, die aus der urbanen Collage entstanden ist, um zeitgenössischen Kunstliebhabern Bilder zu bieten, die sich dem einfachen „Scrollen“ widersetzen und sie dazu einladen, anders hinzusehen. Unter Verwendung zerrissener Plakate, Druckfarben und gestischer Malerei entwickle ich sechs Familien von MadeReady (PhotosReadyMade, MadeReady_Paper, MadeReady_#Paper, MadeReady_Ink#artRevues, MadeReady_PaperInk und MadeReady_DrawInk), die die Zeichen unserer Zeit wiedergeben und ihre Spannungen offenbaren. Meine Serie hinterfragt Identität, den Körper, Migration und die Erinnerung an Kämpfe in einer Welt, die von Bildern durchdrungen ist, in der jedes Gesicht austauschbar zu sein scheint. Meine Werke wurden in Galerien, Künstlerresidenzen und online gezeigt, in Frankreich und international; jedes einzelne Stück fungiert für mich als Archäologie der Gegenwart, als ein Fragment der Menschheit, das es zu sammeln gilt, bevor es verschwindet.