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In „Erinnerung an den Boden“ greife ich ein Thema wieder auf, das ich erstmals in meinem Gemälde „Die Geschichte einer Stadt“ (2017) erforscht habe, in dem die Erinnerung an einen Ort durch die Schichtung der Erde sichtbar wurde. Wischen Sie nach links, um das Gemälde zu sehen.
Hier geht es nicht mehr um das menschliche Gedächtnis, sondern um das Gedächtnis der Materie selbst – wie sich die Zeit im Boden festsetzt, wie jede Schicht Spuren von Prozessen,… Ereignissen und Eingriffen bewahrt. Die rote Linie, die sich durch die Komposition zieht, wird zur Metapher für menschliches Eingreifen – subtil und doch tiefgreifend, die natürliche Ordnung verändernd. Das Werk reflektiert die Beziehung zwischen Menschheit und Erde, einen Dialog zwischen Naturgeschichte und Zivilisationsgeschichte.
Konstantin Danilov (auch bekannt als Zmogk) ist ein in Moskau geborener Maler und Wandmaler, der in Athen lebt und arbeitet. Seine künstlerische Praxis entwickelte sich aus frühen Arbeiten im russischen Graffiti-Bereich der 1990er Jahre und verlagerte sich später hin zur Ateliermalerei, wo Farbe und Struktur zu primären Werkzeugen zur Erforschung innerer Zustände wurden, die durch gelebte Erfahrungen geprägt sind.
Seine Arbeiten konzentrieren sich auf Grenzbereiche: zwischen innerer und äußerer Erfahrung, Stabilität und Spannung, Anpassung und Verlust. Mithilfe geschichteter Farbfelder, halbabstrakter Landschaften und zurückhaltender figurativer Spuren untersucht er Momente fragilen Gleichgewichts, stillen Drucks und psychologischer Übergänge im Laufe der Zeit.
Ein wiederkehrendes Stilmittel in seiner Praxis ist der „aktive Perimeter“, bei dem die Ränder der Leinwand eher als emotionale Membran denn als neutraler Rahmen fungieren. Farbe wirkt nicht dekorativ, sondern als Träger von Druck, Erinnerung und langsamer Transformation und lädt so zu einem anhaltenden und aufmerksamen Dialog mit dem Betrachter ein.