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Ich zeige einen heiteren Himmelsraum: „Ikarus mondwärts“ gehört zur Serie „Landscapes of Inner and Outer Worlds“. Zwei zarte Zirrus-Säume rahmen eine große Weite; unten ein leiser Wolkenhorizont. In der Mitte, leicht aus der Achse, steigt ein Seevogel diagonal auf – ein Ikarus ohne Absturzpathos – und grüßt den Tagesmond. Die Komposition lebt von der Spannung zwischen Weite und Punkt, zwischen Auftrieb und Gravitation. Die reduzierte Tonigkeit hält… das Bild in eleganter Ruhe, während die Linien der Wolken den Flug wie Noten begleiten.
Für mich ist der Vogel ein inneres Selbstporträt: Sehnsucht nach Höhe, aber mit Maß; ein kurzer Schulterschluss von Mythos und Gegenwart. So wird das Skyscape zur Seelenlandschaft – ein Ort, an dem wir uns leicht fühlen dürfen, ohne die Grenze zwischen Wunsch und Hybris zu vergessen.
Marcel van Beek arbeitet mit Fotografie, Malerei und Grafik und bringt einen künstlerischen Hintergrund aus seinem Studium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft mit. Seine Technik vereint piktorialistische Einflüsse und romantisch-symbolistische Bildsprache. Seine Fotografien verkörpern zeitgenössische Fine Art Photography und Konzeptfotografie mit häufig monochrom-rekolorierten Werken in Tertiärfarben.
Er erschafft eine poetische, an Formen und Strukturen interessierte Bildsprache und verbindet dies mit einem modernen, konzeptuellen Ansatz, der gesellschaftliche Relevanz beansprucht. In seinen Arbeiten spürt er inneren und äußeren Landschaften nach und vermittelt Gefühle von Sehnsucht und Bedrohung sowie eine Faszination für das Verborgene. Er hat verschiedene Kunst-Publikationen vorgelegt (zuletzt "World of Water", 2025), die international in Akademie- und Museumsbiblioteheken vertreten sind (u. a. Wien, Basel, Düsseldorf und Berlin).