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Diese Assemblage öffnet einen stillen, zugleich aufgeladenen Bildraum, der zwischen Bühne, Schrein und innerem Resonanzraum oszilliert. Die kartonierte Box fungiert nicht nur als Träger, sondern als bewusst gewählter Bedeutungsraum: Verpackung, Schutz, Begrenzung und Projektion zugleich. Im Zentrum steht eine zeichnerisch reduzierte, gesichtslose Frauenfigur – frei von individueller Zuschreibung und gerade dadurch zur Projektionsfläche werdend.
Die… malerischen Eingriffe wirken wie emotionale Ströme, die Ordnung und Eindeutigkeit auflösen. Das im Sockelraum platzierte Auto erscheint als Symbol von Bewegung, Status und Freiheit – zugleich jedoch stillgelegt und eingefroren.
Die stille Irritation des Bildraums erinnert an narrative Strukturen aus dem Kosmos von David Lynch. Der Betrachter ist eingeladen, den Verstand hinter sich zu lassen und sich auf jene schwer benennbaren Schichten einzulassen, in denen Bedeutung nicht erklärt, sondern erfahren wird.
Meinrad Hoyer, geboren 1965 in Karlsruhe. Seine künstlerische Entwicklung begann früh und führte ihn über ein intensives, autodidaktisches Studium der Kunstgeschichte zu einer eigenständigen Bildsprache. Erste Ausstellung in einer professionellen Galerie im Jahr 2000. Danach zahlreiche Präsentationen, Presseberichte sowie Teilnahmen an internationalen Kunstmessen, unter anderem in Luxemburg und Köln. Seit 2017 ist er dauerhaft in der Galerie Ingrid Renz vertreten. Hoyers Malerei ist intuitiv und spontan angelegt und bewegt sich frei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Charakteristisch sind ein entschiedener, körperlicher Duktus sowie das bewusste Arbeiten mit Kratzern und Materialität. Als langjähriger Kunstsammler zeitgenössischer Werke bringt Hoyer zudem ein ausgeprägtes Gespür für aktuelle Kunst in seine Arbeit ein. Impulse erhält seine Malerei u. a. von Werken von Francis Bacon, Cy Twombly, Jean-Michel Basquiat und vor allem Robert Rauschenberg. www.meinrad-hoyer.de