"Erste Liebe" zeigt den liebevoll gefertigten Gipsabdruck eines Babybauchs, das erste Kunstwerk der Künstlerin aus dem Jahr 2014. In perlmuttweiß mit sanften Rosatönen, zarten Rosenapplikationen, Perlen und Rüschen verleiht das Werk der Erinnerung an Schwangerschaft und Entstehung neuen Lebens eine romantische, schützende Aura. Die weichen Konturen und die feine Oberfläche verbinden Intimität und Feierlichkeit: ein stilles Wiegenlied an die erste… Bindung zwischen Mutter und Kind und ein visuelles Denkmal für Beginn, Hoffnung und Geborgenheit.
Melanie Meyer, eine autodidaktische Künstlerin, widmet sich mit ihren Werken der intensiven Erforschung menschlicher Erfahrungen. Ihre Skulpturen und Gemälde sind Ausdruck einer emotionalen Reise und fokussieren insbesondere auf die Problematik der sexualisierten Gewalt gegen Kinder. Ihre Kunst gibt den Betroffenen weltweit eine Stimme, bricht Tabus, fordert Gerechtigkeit und fungiert als Zeugnis von Leid und Widerstandskraft. Getrieben von der Suche nach Menschlichkeit und der Erforschung des Menschseins, schafft sie facettenreiche Kunst, die berührt und zum Nachdenken anregt. Sie sieht ihre Werke als kraftvolle Instrumente, um Licht in eine oft dunkle Welt zu tragen und an die Unveräußerlichkeit unserer Menschlichkeit zu erinnern. Mit der Ausstellung "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf" setzt sie ein Denkmal, das den Opfern sexualisierter Gewalt gewidmet ist.