Das Werk zeigt ein Mädchen mit muslimischem Kopftuch (Hijab), das ihr einen lieblichen, anmutigen und etwas geheimnisvollen Ausdruck verleiht. Ihr Gesicht ist teilweise von ihren Armen verdeckt, was ihren Blick zusätzlich betont. Es ist aus Terrakotta gefertigt, nach dem Brennen im Ofen mit Ölfarben bemalt und anschließend, wie auch die Hose, mit Wachs patiniert.
Paolo Cristiani, geboren 1956 in Mailand, ist Ingenieur und Geschäftsführer eines biomedizinischen Forschungskonsortiums. In den 1980er-Jahren war er professioneller Fotograf. Heute erforscht er mithilfe von Fotografie, Malerei und Bildhauerei die menschliche Reise und die Emotionen an Orten des Übergangs, inspiriert von Calvinos Werken. Seine Techniken reichen vom fotografischen Realismus über figurative Malerei bis hin zu Skulpturen aus Holz und Terrakotta. Stets ist er bestrebt, Momente des Lebens und persönliche Gefühle einzufangen. Seine Werke vermitteln tiefgründige Augenblicke der Erwartung und der Selbstreflexion und laden den Betrachter ein, universelle Emotionen an den unterschiedlichsten Orten der Welt zu teilen.