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Yves Klein I, 2024. Mineralpigment auf Papier. 40 × 30 cm
• Unterschrift
• Mit Echtheitszertifikat
• Limitierte Auflage, beschränkte Auflage
• Bereits in Freijó-Holz gerahmt
Dieses Werk verleiht Schulkreide eine neue Bedeutung, indem es sie in Farbe, Textur und Volumen verwandelt und mit ihrer herkömmlichen Verwendung bricht, um eine lebendige Oberfläche zu schaffen, die von Unvollkommenheiten und Farbspuren geprägt ist. Als Teil der Serie… „Die Wahrheit über Nostalgie“ schlägt es einen poetischen Wandel zwischen affektiver Erinnerung und Kulturkritik vor. Kreide – Symbol für Bildung und überlieferte Kommunikation – zieht nun keine Linien mehr, sondern konstruiert. Ihre Unvollkommenheiten und Variationen offenbaren Einflüsse von Minimalismus und Abstraktion, stellen Standardisierung in Frage und evozieren eine Philosophie der Differenz.
Renato Gosling ist ein in São Paulo lebender bildender Künstler, der alltägliche Feinheiten in Werke verwandelt, die von Erinnerung, Zuneigung und Kritik durchdrungen sind. Geboren 1976, schöpft er für seine künstlerische Praxis aus Fragmenten des brasilianischen Alltagslebens und nutzt Mikronarrative, sinnliche Referenzen und Kindheitserinnerungen, um über Zeit, Identität und Kultur zu reflektieren. In einer Zeit der Beschleunigung und Informationsflut laden seine Werke zum Innehalten ein – zu stillen Betrachtungen. Indem er Alltagsgegenstände und volkstümliche Symbole aufgreift, lenkt er den Blick des Betrachters auf tiefere Schichten menschlicher Erfahrung. Seine Bildsprache interpretiert oft vertraute Materialien – Kreide, Pappe, Schulmöbel – neu und verwandelt sie in poetische Reflexionen über Bildung, soziale Strukturen und das kollektive Gedächtnis. Seine Einzelausstellung „The Truth About Nostalgia“ (2024) markierte neben Gruppenausstellungen und Auszeichnungen einen Wendepunkt in seinem Schaffen. Gosling verbindet technische Präzision mit poetischer Sensibilität und schafft so eine affektive Archäologie, in der Schönheit im Verborgenen liegt.