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Dies ist das Porträt eines Mannes, dessen Name nicht genannt werden soll. Gefertigt aus den Resten von Hochzeitsstoff, Gaze und österreichischer Trachten, hält es das fest, was nach etwas Unwiederbringlichem zurückbleibt. Das Trauma findet seinen Ausdruck im Akt des Schaffens: Sein Bild wird auf Holz übertragen und dort mit Klammern und Nägeln befestigt. Farbe und Glitzer fangen das Licht neben einem Trachtenknopf ein und verwandeln Trümmer in etwas,… das auf Schönheit pocht. Es ist fertig zum Aufhängen.
Rivka Karasik wuchs in Brooklyn in einer chassidischen Familie auf, umgeben von rituellen Gegenständen, heiligen Texten und der Last überlieferter Traditionen. Ihre Kunst hat diese Welt nie hinter sich gelassen, selbst wenn sie sie aufbricht und neu interpretiert. Ausgebildet an der Art Students League und dem Hunter College, schafft sie vielschichtige Konstruktionen aus Altholz, Fundstücken und rituellen Materialien, die mit Klebstoff, Nägeln und Fäden zusammengehalten werden: Assemblagen, die eher wie ausgegraben als geschaffen wirken. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Erinnerung und Heilung: Textilfäden vernähen alte Wunden, collagierte Oberflächen halten zusammen, was Zeit und Verlust auseinandergerissen haben. Nach einem langen, kalten Winter ist sie wieder kreativ und im Fluss – und das sieht man ihren Werken an.