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Dieses Foto entstand in Paris, unterhalb der provisorischen Mauern um Notre Dame, während eines Straßenmusikerauftritts. Mich faszinierte, wie Atem und Flamme sich trafen und den Klang sichtbar machten, anstatt ihn freizusetzen. In diesem Moment steht die Gestalt vor einer Stadt im Wandel, wo Bauarbeiten, Licht und Präsenz aufeinandertreffen. Eine stille Begegnung, in der die Zeit stillzustehen scheint, anstatt zu vergehen.
Sonia Costa ist eine italienische Fotografin, deren künstlerische Praxis von ihrem Geografiestudium und ihren Reisen durch entlegene Regionen der Welt geprägt ist. Ihre Arbeiten erkunden die stille Würde von Menschen und Orten fernab des Rampenlichts, wo sich der Alltag ohne Spektakel entfaltet. Inspiriert von der humanistischen Fotografie des 20. Jahrhunderts, bewegt sie sich zwischen Dokumentar- und Fotojournalismus und entwickelt langfristige, serienbasierte Projekte, die auf Zeit, Beobachtung und menschlicher Verbundenheit beruhen. Mit Geduld und Respekt begegnet sie ihren Motiven und nutzt die Kamera als Mittel der Präsenz, nicht als Eingriff in deren Privatsphäre. In Schwarz-Weiß und Farbe arbeitet sie gleichermaßen und konzentriert sich auf subtile Gesten, die emotionale Tiefe offenbaren und zu einem langsameren, aufmerksameren Blick einladen. Ihre international ausgezeichneten Fotografien wurden in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht und in Einzelausstellungen in Italien sowie in Gruppenausstellungen in den USA, Spanien, Italien, Griechenland und Japan gezeigt.