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Dieses Foto entstand im Sommer in den heißen Lagunen Islands. Mich faszinierte der Kontrast zwischen Hitze und Nebel, zwischen Offenheit und Intimität. Die Landschaft löst sich in Dunst auf und verwischt so die Grenzen zwischen Körpern und Raum.
Ich beobachtete, wie sich die Körper langsam durch das Wasser bewegten, schwebend zwischen Eintauchen und Herausziehen. Mich interessiert dabei die stille Choreografie der Präsenz, ein Moment, in dem die… Zeit ihren Griff lockert und die Aufmerksamkeit sich nach innen richtet, sodass der Körper ohne Eile existieren kann.
Sonia Costa ist eine italienische Fotografin, deren künstlerische Praxis von ihrem Geografiestudium und ihren Reisen durch entlegene Regionen der Welt geprägt ist. Ihre Arbeiten erkunden die stille Würde von Menschen und Orten fernab des Rampenlichts, wo sich der Alltag ohne Spektakel entfaltet. Inspiriert von der humanistischen Fotografie des 20. Jahrhunderts, bewegt sie sich zwischen Dokumentar- und Fotojournalismus und entwickelt langfristige, serienbasierte Projekte, die auf Zeit, Beobachtung und menschlicher Verbundenheit beruhen. Mit Geduld und Respekt begegnet sie ihren Motiven und nutzt die Kamera als Mittel der Präsenz, nicht als Eingriff in deren Privatsphäre. In Schwarz-Weiß und Farbe arbeitet sie gleichermaßen und konzentriert sich auf subtile Gesten, die emotionale Tiefe offenbaren und zu einem langsameren, aufmerksameren Blick einladen. Ihre international ausgezeichneten Fotografien wurden in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht und in Einzelausstellungen in Italien sowie in Gruppenausstellungen in den USA, Spanien, Italien, Griechenland und Japan gezeigt.