Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Jean-Michel Basquiat bleibt ein Symbol für ungezügelte Kreativität, Identitätsfindung und die rohe Energie der Street-Art. Symbolisch erhebt sein Motiv der dreizackigen Krone marginalisierte Figuren in den Rang von Königen, während sein frenetischer neoexpressionistischer Stil psychologisch die Spannung zwischen kometenhaftem Ruhm und existenzieller Verletzlichkeit verkörpert. Seit seinem kometenhaften Aufstieg in den 1980er-Jahren ist sein Vermächtnis zu einer tragenden Säule der zeitgenössischen Kunst geworden. Andy Warhol arbeitete bekanntlich mit ihm an Werken wie „Dos Cabezas“ (1982) zusammen und dokumentierte so ihren symbiotischen Einfluss. In der zeitgenössischen Kunstpraxis zollte Banksy mit seinem Wandgemälde „Boy and Dog“ im John Soane’s Museum (2017), inspiriert von Basquiats Meisterwerk von 1982, seiner Kritik an der Kommerzialisierung Tribut. In der Fotografie fing der weltberühmte Richard Avedon seine magnetische Präsenz in seinem ikonischen, eindringlichen Porträt „Jean-Michel Basquiat, Künstler, New York City“ (1984) ein. Diese Auswahl untersucht, wie moderne Künstler Basquiats radikale, poetische Sprache weiterhin aufgreifen.
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