Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Motiv „Die Brücke“ bietet Künstlern tiefe Inspiration als universelles Symbol für Verbindung, Übergang und das Überschreiten einer Schwelle. Psychologisch gesehen stehen Brücken für das Überwinden von Hindernissen, den Übergang von einem Seinszustand in einen anderen oder das Überbrücken von Grenzen – seien sie physischer, kultureller oder emotionaler Natur. Symbolisch verbinden sie Bekanntes und Unbekanntes, stellen einen Übergang, eine Verbindung zwischen Welten und oft auch Schicksal oder Hoffnung dar.
In der Kunstgeschichte, insbesondere seit Mitte des 20. Jahrhunderts, wurde die Brücke durch Abstraktion und dokumentarischen Fokus dargestellt. Nach 1950 hielten viele Künstler die Brücke als mächtiges Bauwerk fest, das industrielle Macht und urbane Komplexität widerspiegelte. Das Thema wird häufig in den Werken von Pop- und Fotorealisten aufgegriffen. Richard Estes beispielsweise, bekannt für seine hyperrealistischen Stadtszenen, verwendete Brücken häufig in seinen komplexen Stadtreflexionen, wie etwa in seinem Gemälde Brooklyn Bridge (1983). Die Bildhauer Christo und Jeanne-Claude realisierten 1975–1985 eine berühmte, gewaltige temporäre Installation: The Pont Neuf Wrapped, Paris, verwandelten eine alte Brücke in eine monumentale Stoffskulptur und definierten die Struktur als reines Kunstobjekt neu.
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