Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Das Ei ist ein universelles Motiv, das Künstlern ein enormes kreatives Potenzial bietet und gleichzeitig Zerbrechlichkeit und Stärke, das Alltägliche und das Metaphysische repräsentiert. Symbolisch ist das Ei ein starkes Motiv für Schöpfung, Geburt, Leben, Fruchtbarkeit und Erneuerung, und aufgrund seiner perfekten, in sich geschlossenen Form evoziert es oft philosophische Ideen des Universums oder des kosmischen Ursprungs. In der christlichen Kunst ist es auch ein kraftvolles Symbol der Auferstehung. Psychologisch kann es Schutz, Potenzial oder die fragile Grenze des Selbst darstellen. Während das Ei historisch in der Stilllebenmalerei präsent war, gewann es in der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart eine neue künstlerische Bedeutung. Salvador Dalí verwendete das Ei häufig in seinen surrealistischen Werken, wie es auf dem Dach des Dalí-Theaters und -Museums zu sehen ist, und suggerierte Metamorphose und Reinheit. Nach 1950 wurde das Ei wegen seiner schlichten, organischen Form in der abstrakten Kunst und der Pop-Art beliebt. Ein bemerkenswertes modernes Werk ist Constantin Brancusis Skulptur „Der Anfang der Welt“ (1920, häufig auf ein späteres Datum datiert), eine ikonische Eiform aus Bronze oder Marmor auf einem Sockel, die ihre perfekte, ursprüngliche Form betont. Der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans erkundete in seinen minimalistischen Stillleben den intimen Alltagsgegenstand und hielt seine schlichte Schönheit und sein Licht fest.
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