Eine Kuration von Flavio Scaloni, Gallery Manager bei Galerie Lo Scalo – Die Perle, geboren aus organischer Widerstandsfähigkeit, ist ein kraftvolles und beständiges künstlerisches Symbol für Reinheit, Seltenheit, durch Leiden erlangte Weisheit und verborgenen Wert oder spirituelle Wahrheit (die „kostbare Perle“). Psychologisch gesehen suggeriert sie emotionale Ausgeglichenheit und den geduldigen, ruhigen Prozess der inneren Wandlung. Historisch wurde sie als Symbol für Reichtum und Status verehrt, wie man in Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring (ca. 1665) sieht; ihre heutige Verwendung ist jedoch konzeptueller. Nach 1950 unterwanderten Künstler ihr aristokratisches Image. Man Ray verwendete in seinen surrealistischen Fotografien häufig Perlen, doch spätere zeitgenössische Künstler üben Kritik daran. Jeff Koons hat die Perle in massiven, hochglanzpolierten Pop-Art-Skulpturen dargestellt, wie etwa in seiner Serie Balloon Venus, die häufig eine Kette aus glänzenden Perlen enthält, wodurch das Ornamentale ins Monumentale erhoben wird und Luxus in Frage gestellt wird. Die weltberühmte Fotografin Nan Goldin, bekannt für ihren unverfälschten, intimen Dokumentarstil, hat die anhaltende Kraft der Perle als Ausdruck von Weiblichkeit, Stil und Identität in ihren Porträts eingefangen und dabei oft die traditionelle Eleganz der Perlen dem wahren, ungeschminkten Leben ihrer Modelle gegenübergestellt. Diese Auswahl würdigt die komplexe Reise der Perle vom göttlichen Symbol zum modernen Kommentar.
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